Chronologie der “Feuer-Räder”

02Weit vor Christi Geburt, erste Freudenfeuer zur Verabschiedung der dunklen Winternächte, gleichzeitig Opferfeuer an die Frühlingsgöttin „ Ostara “ um eine gute Ernte bittend. Die ersten Feuerräder, die ja die brennende Sonnenscheibe darstellen sollen, werden auf Höhlenmalereien abgebildet.

4. Jahrh.  In Frankreich wird über den Märtyrertod des Heiligen Vincent von Agen berichtet, wo ein brennendes Feuerrad einen Berg herabläuft.

784  feiert Karl der Große in Lügde das Weihnachtsfest. Der Überlieferung nach, soll er den heidnischen Brauch, den Feuerräderlauf zu Ehren der Frühlingsgöttin Ostara, nun zur Auferstehung Christi angeordnet haben. Nun spricht man vom -Osterräderlauf-.

1090  am 21.03.wird das halbe Kloster Lorch durch einen Brand vernichtet. Verursacht durch brennende Räder die vom nahen Berg herunterrollten.

1520 Bericht aus Würzburg von Joh. Bohemus über die Sitte am Osterabend brennende Feuerräder von einer Höhe ins angrenzende Tal rollen zu lassen.

1743  erteilt der Generalvikar von Wydenbrück dem Bürgermeister und dem Rat der Stadt Lügde den Befehl, das Laufen der Osterräder abzuschaffen, da durch den Lauf der Räder viel Lärm und Versündigungen verursacht würden. (Quelle: Urkunde im Generalvikariatarchiv Paderborn)

1779  Lieferung von Eichenholz für den Bau eines Osterrades (Stadtarchiv) Quelle: Stadtarchiv Stadt Lügde, sowie weitere Urkunden über Holzlieferungen

18. Jahrh.  Die Gebrüder Grimm berichten von ca. 10 Orten in Mitteleuropa, wo Feuerräderläufe stattfinden.

1818  Beschreibung des Osterräderlaufes. Hier ist die Rede vom „ Räderlauf von drei anliegenden Bergen, in deren Talkessel Lügde liegt. Quelle: Altertumsverein Paderborn

1872  durch den Bau der Eisenbahnlinie Altenbeken-Hannover können die Osteräder nur noch vom Osterberg laufen.

1945 findet seit Jahrhunderten, bedingt durch das Ende des 2. Weltkrieges kein Osterräderlauf statt.

Eine Veranstaltung vom Dechenverein.